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Galerie der Geologie von Franken

Fränkische Sandsteine

Eisensandstein aus Banz. Eisensandstein aus Banz.

Eisensandstein aus Banz. Gelber, eisenschüssiger Sandstein aus dem Mittleren Jura (Dogger beta - Eisensandstein-Formation). Aus diesem Sandstein sind zahlreiche leuchtend gelbe Kirchen am Rande der Fränkischen Schweiz gebaut, darunter die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein.

Rhätsandstein aus Buch bei Gereuth. Rhätsandstein aus Buch bei Gereuth.

Rhätsandstein aus Buch bei Gereuth. Gelblicher bis graubrauner Sandstein aus der Obertrias (Rhät - Exter-Formation). Im zweiten Bild ist eine ausgeprägte Tafoni-Verwitterung (Lochverwitterung) zu erkennen. Dieser Sandstein wurde gerne als Bausandstein verwendet, z.B. am Bamberger Dom.

Rhätsandstein aus Burgpreppach bei Maroldsweisach. Hellbrauner bis weißgrauer Sandstein der Obertrias (Rhätkeuper - Exter-Formation). In der Vergangenheit wurde dieser feinkörnige Sandstein meist als Bausandstein verwendet. Neben Bauwerken wie dem Bamberger Dom oder neuzeitlichen Fassadenverkleidungen (Konzert- und Kongresshalle in Bamberg) prägt dieser Sandstein die gesamte Region um Burgpreppach. Aufgrund der geringen Rohblock-Dimensionen wird er heute überwiegend zur Herstellung von Mauersteinen für den Garten- und Landschaftsbau abgebaut. Im zweiten Bild erkennt man die typische Schichtung, welche durch limonitische Braunfärbungen betont wird. Die Sedimentation erfolgte unter ästuarinen Bedingungen: Diese Ablagerungen sind in einem marin-terrestrischen Übergangsbereich angesiedelt und spiegeln die Interaktion zwischen fluviatilen Prozessen und marinen Einflüssen wieder.

Burgsandstein aus Kirchaich. Burgsandstein aus Kirchaich.

Burgsandstein aus Kirchaich. Weißer, feldspatreicher Sandstein (Arkose) aus der Obertrias (Sandsteinkeuper - Löwenstein-Formation). Die Schrägschichtungskörper im zweiten Bild sind gut zu erkennen, da sie durch eingeregelte Glimmerlagen getrennt werden. Der Feldspatanteil im Sandstein verwittert zu Kaolinit (Ton), wodurch sich der Gesteinsverband entfestigt. In diesen Bereichen wurden früher gerne Keller angelegt, aus dem abgebauten Material wurden Scheuersande gewonnen.

Coburger Sandstein aus Neubrunn bei Eltmann. Coburger Sandstein aus Neubrunn bei Eltmann.

Coburger Sandstein aus Neubrunn bei Eltmann. Weißer Sandstein aus der Obertrias (Sandsteinkeuper - Haßberge-Formation). Im zweiten Bild sind kleine Dellen auf der Oberseite einer Sandsteinschicht zu erkennen: Es handelt sich hierbei um die fossil erhaltenen Eindrücke von Regentropfen, von einem Regenschauer, der vor über 212 Millionen Jahren über Franken niederging. Coburger Sandstein in guten Qualitäten war wegen seiner schneeweißen Farbe und seiner Homogenität als Bau- und Werkstein früher sehr beliebt.

Schilfsandstein aus Sand am Main. Schilfsandstein aus Sand am Main.

Schilfsandstein aus Sand am Main. Grünlicher, manchmal auch rötlicher Feinsandstein aus der Obertrias (Gipskeuper - Stuttgart-Formation). Dieser Sandstein lässt sich relativ einfach bearbeiten und wurde daher gerne als Werkstein für Figurenschmuck verwendet, z.B. am Fürstenportal des Bamberger Domes.

Fränkische Karbonate

Malmkalke aus Pilgerndorf. Malmkalke aus Pilgerndorf.

Malmkalkstein aus Pilgerndorf. Weißgrauer bis beiger, wohlgebankter Kalkstein aus dem Oberjura (Malm beta, "Weißer Jura" - Kimmeridge). Die intensive Bankung entsteht durch die Wechsellagerung von dicken, karbonatreichen Kalkbänken und dünnen, tonreichen Mergel-Zwischenlagen. Diese Wechselfolgen sind kein sedimentäres Phänomen, sondern entstehen diagenetisch durch selektive Stoffwanderungen im am Meeresboden des Jurameeres abgelagerten Kalkschlick. Wohlgebankte Kalke im Malm sind typisch für die "Lagunenfazies" in den Meeresbecken zwischen den Schwammriffzonen. Die Kalke werden als Rohstoff für die Bauindustrie (Schotter, Zuschlagstoffe) verwendet.

Fränkische Vulkanite

Basalt aus dem Steinbruch Zeilberg bei Maroldsweisach. Dunkelgraues bis schwarzes Ergussgestein des Miozän (Neogen, „Jungtertiär“). Aus diesem feinkörnigen Basalt werden Schotter, Splitte, Brechsande sowie Mineralstoffgemische hergestellt. Aufgrund seiner hervorragenden technischen Eigenschaften wird dieses Gestein im Hoch-, Tief-, Straßen- und Verkehrswegebau eingesetzt. Im Steinbruch erkennt man die typischen Basaltsäulen nicht eindeutig, da diese durch tektonische Verformungen während der Abkühlung schichtartig überformt wurden (zweites Bild).

Fränkische Gipsgesteine

Gipsstein aus Endsee. Grauer bis weißer, gebänderter Gips aus der Obertrias (Gipskeuper- Grabfeld-Formation, Grundgips der Myophorienschichten). Der frühere Steinbruch unweit Rothenburg o. Tauber zählt heute zu "Bayerns schönsten Geotopen" (die überwiegend in Franken zu finden sind). Ein Überblick zur Anfahrt und Geologie findet sich hier. Das circa 7 m mächtige Gipsflöz erscheint durch unterschiedliche Tongehalte der einzelnen Gipslagen gebändert. Da Gips stark wasserlöslich ist, bilden sich durch Verkarstung auf den freiliegenden Oberflächen rasch scharfe Grate und Zacken (Schratten) aus. Während das Geotop als Steinbruch aufgelassen ist, wird das Material an der Südseite des Endseeer Berges noch heute abgebaut.